Heute im Tages-Anzeiger

Auf Seite 4, ganz unten, wie immer: Völlig unwichtig.

Titel “Nahost”: Es ist mitten im Staatsgebiet von Israel, hat rein gar nichts mit den umliegenden Ländern zu tun. Warum?

Inhalt: “Spezialsicherheitskräfte haben eine Woche nach dem Attentat in Tel Aviv den MUTMASSLICHEN Attentäter aufgespürt in seinem Wohnort” ganz im Norden von Israel, also einen israelischen Bürger (2. Klasse, wie wir wissen).

Er habe sich bei sich zuhause “versteckt.” – Ist das nicht absurd?

Und was haben die Spezialpolizeikräfte getan? Was geschieht in einem Rechtsstaat? Man darf doch annehmen, dass die gefürchteten Sicherheitsleute nicht unbewaffnet ins Haus eindrangen und nicht einer allein war.

“… und erschossen.”

Peng. Wie gesagt, mutmasslich. Das ist die übliche Praxis, wir sind uns gewöhnt, das passiert jeden Tag im palästinensischen, besetzten Gebiet. Aber im israelischen Teil? Das ist ein Schlag ins Gesicht jeder Rechtsauffassung. Der Vorteil ist klar. Man hat einen Erfolg, der Täter sei eliminiert, und dieser kann nicht sagen, dass der richtige noch frei herumläuft. Er wird nie sagen, was ihn – falls er es war – bewogen hat, falls er es war, wäre ja noch ein psychologisches Gutachten nötig, israelische Psychologie ist weltberühmt, also weg mit dem Kram, es braucht Erfolg, Härte, Abschreckung.

Er sei in einem Schusswechsel getötet worden, sagte die Sprecherin der Polizei. Ihr dürft glauben, was ihr wollt, ich glaube nicht, dass der sich noch mit einer Waffe wehrte.

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